Edelgard Rabe erhält Bürgerpreis für ehrenamtliches Engagement
BISCHOFSHEIM(gus) – Hugo Berg hatte so einiges zusammengetragen, was die neue Trägerin des Bürgerpreises der Gemeinde Bischofsheim alles an ehrenamtlichem Engagement zeigt, von dem die Gemeinschaft so profitiert. Das neunköpfige Bewertungsgremium, das Ende November unter Leitung des Gemeindevertretungs-Chefs die eingegangen Vorschläge für die Preisverleihung prüfte, war sich schnell einig, dass Edelgard Rabe die Auszeichnung längst verdient hat. Beim Neujahrsempfang zeichnete Berg Rabe nun aus (Foto oben).
Weniger Reden, mehr Taten seien die Vorsätze der Politik auch in Bischofsheim für dieses Jahr, betonte Berg. Rabe praktiziere dies schon seit vielen Jahren. Allerdings redet sie dabei durchaus, sogar bevorzugt. Als Rabe 1986 nach Bischofsheim zog, kam sie als Grundschullehrerin und Sozialpädagogin. Ihrem Hobby des Märchenerzählens widmete sie sich nach der Pensionierung verstärkt.So ist sie in Bischofsheim heute vor allem als regelmäßige Märchenerzählerin in der Bücherei bekannt – und dort zum Beispiel auch am heutigen Donnerstag wieder um 16 Uhr im Einsatz. Seit 2008 macht sie dies, ist zudem auch im Seniorenzentrum häufiger mit ihren Geschichten zu Gast. Seit 2005 bereits besucht Rabe Klassen der Georg-Mangold-Schule. „Sie macht aber auch Krankenbesuche und andere Termine außerhalb der Einrichtungen“, schilderte Berg. Gerade bei dementen Senioren könnten die aus der Kindheit vertrauten Geschichten Erinnerungen wecken und Teilhabe ermöglichen, sagte er. Rabe bedankte sich für die Auszeichnung mit der kleinen, lehrsamen „Geschichte von den langen Löffeln“. In der darf ein Rabbi sich vorab einmal Himmel und Hölle anschauen. In der Hölle sind die Menschen abgemagert, weil ihre Löffelstiele zu lang sind, um sich das Essen zuzuführen. Im Himmel hingegen herrscht beste Laune und alle sind gut genährt. An den Löffeln liegt es nicht, die sind genauso lang, „aber sie benutzten die Löffel, um sich gegenseitig zu füttern.“